Die herausfordernste Situation in meinem Leben – und wieder geht es um Vertrauen!

Vertrauen… vertrauen… und wieder vertrauen!!!

Ich stecke mitten in der herausfordernsten Situation, in der ich jemals gewesen war. In knapp drei Wochen muss die Wohnung leer geräumt, unsere Sachen verkauft, der Wohnwagen gefunden und mit allen wichtigen Details ausgestattet sein, so dass wir in unser neues Zuhause – der Wohnwagen -, einziehen können. Bei all dem habe ich nur die Einnahmen aus meinem Verkauf zur Verfügung, und da ist ein großer Teil schon für den Kauf des Autos weg gegangen.

Mir schwirrt jetzt manchmal der Kopf… vor zwei Nächten konnte ich vor lauter Spannungen überhaupt nicht schlafen. Von Vertrauen kaum eine Spur. Mein Kopf platzte fast, die Nerven und Muskeln im Kiefer schmerzten unerträglich. Ich wältzte mich hin und her, konnte keine Ruhe finden. Den ganzen Tag über hatte ich im Internet nach einem passenden und vor allem bezahlbaren – sprich um die 1000 Euro rum – Wohnwagen geguckt. Bei keinem kam wirklich der Impuls, dass es jetzt der richtige ist. Anders als beim Auto, das war recht schnell klar gewesen.

Mein Verstand regte sich über all das ziemlich auf. Das ging etwa so: „Wie soll das denn jetzt noch alles gehen? Bald müssen wir ausziehen, und die Sachen sind noch gar nicht alle verkauft. Das Geld reicht doch gar nicht… Ich finde keinen passenden Wagen so schnell. Und dann sind die ja auch so teuer. …“ Das drehte sich in meinem Kopf und führte dazu, dass sich auch körperlich immer mehr Spannungen aufbauten.

Immer wieder tauchen in meinem Leben Situationen auf, in denen ich mit alten Ängsten oder Sorgen konfrontiert bin. In der letzten Zeit habe ich festgestellt, dass sich das Vertrauen immer schneller wieder bildet, und die Ängste dahin schmelzen. Sobald ich durch das „Fegefeuer“ einer Angst durchgegangen bin, tun sich zumeist auch Wege und neue Türen auf.

So wird es wohl auch in dieser Situation sein, in der ich kurz vor dem Auszug stehe, ohne dass unser neues Zuhause – der Wohnwagen – in Aussicht steht. Nachdem ich zwei Tage mit dem Widerstand gegen die Situation und vor allem gegen mich gekämpft hatte, begann sich wieder etwas in mir zu entspannen. Die Situation ist nach wie vor wie sie ist. Nur ich empfinde sie anders heute.

Tief in mir fühle ich wieder Vertrauen. Dieses Vertrauen sagt mir, dass wenn jetzt kein Impuls da ist, jetzt auch noch nicht die Zeit reif ist. Und auch wenn die Zeit knapp ist… Ich kann auch nicht anders, als dem zu folgen, was ich fühle. Also jetzt irgendeinen Wohnwagen kaufen, natürlich ginge das. Aber es fühlt sich nicht richtig an. Vielleicht taucht der richtige Wohnwagen erst in einer Wocher oder sogar noch später auf. Wir wissen nicht, wann für etwas der richtige Moment gekommen ist. Aber wir können deutlich spüren, ob ein Impuls da ist oder nicht.

Ich hatte den Impuls jetzt die Suche nach einem Wagen zu starten. Und ja… erst dachte ich, es ginge darum, ich solle auch sofort einen finden und kaufen. Aber nein… Die Suche hat mir geholfen, mir über die Details des Wagens klarer zu werden. Und nun weiß ich recht genau, was ich will und was wir tatsächlich brauchen. Vorher war das Bild eines Wohnwagens noch recht schwammig und damit ungenau. Wie soll ich einen passenden Wagen finden, wenn meine Absicht nicht klar ist?

Also… loslassen und vertrauen! Wieder mal lande ich bei diesem Thema. Es taucht immer wieder auf.

Wenn Vertrauen da ist, ist auch eine Offenheit da. Ist ein Ja da zu dem was ist.

Nur mit einem Ja kann ich überhaupt Möglichkeiten erkennen, bin ich offen, zu empfangen.

Ich tanze weiter diesen Tanz des Vertrauens… und bin selbst gespannt, wie sich alles am Ende fügen wird.

Herzliche Grüße

Eure Astrid *Sternenseglerin

Jenseits von Gut und Böse Teil 3 – Die Illusion von Konkurrenz

Konkurrenz? Gibt es sie? Und was, wenn sie nur eine Illusion ist?

Vor ein paar Tagen bin ich bei Facebook über einen Interviewausschnitt mit Christine Salopek und Ingrid Auer (Online-Kongress Maria Madalena) auf dieses Thema gestoßen. Ingrid erzählte in dem kurzen Ausschnitt, dass sie sich aufgrund des allgemein herrschenden Konkurrenzdenkens aus der Öffentlichkeit weitgehend zurückgezogen habe, um sich zu schützen.

Das konnte ich gut nachvollziehen. Wer will schon von anderen angefeindet werden und sich ständig nervenden und verletzenden Kommentaren neidischer Mitmenschen aussetzen? Und ich musste an eine Zeit denken, in der ich selber stärker mit diesem Thema zu tun hatte.

Vor zwei Jahren hatte ich den Impuls, einen Blog zu starten und regelmäßig Beiträge dort zu veröffentlichen. Ich schrieb zwei oder drei Artikel, drehte ein kurzes Video, doch dann ließ meine Aktivität nach. Ich konnte mir selbst dabei zusehen wie ich, statt mich ganz auf diese Tätigkeit einzulassen, andere Dinge in den Vordergrund schob, die eigentlich nebensächlich waren.

Warum waren diese anderen Tätigkeiten nebensächlich? Weil sie nicht meine Herzensangelegenheit waren. Die Seite dagegen schon. Immer wenn ich daran dachte, kam Freude in mir auf. Doch sobald ich mir vornahm, einen Schritt in diese Richtung zu gehen, kamen andere Dinge dazwischen oder ich wurde müde oder sogar mit einem Suchtverhalten rückfällig.

Bald war mir klar, dass es Angst war, die mich zurück hielt.

Welche Angst ist es wohl?, fragte ich mich. Die Antwort kam sofort: Ich hatte Angst davor, mit dem Schritt in die Öffentlichkeit sichtbar und damit angreifbar zu werden.

Es war die Angst vor dem Neid anderer, besonders vor den Neid von Frauen.

Draußen beim Einkaufen, auf der Straße oder einer Feier  passierte es mir immer wieder, dass ich giftige Blicke von Frauen wahrnahm, besonders, wenn sie mit ihren Partnern unterwegs waren. Jedes Mal spürte ich einen tiefen Schmerz in mir. Ich sehnte mich so sehr nach Verbindung mit ihnen und ich verstand nicht, warum ein Teil der Frauen so auf mich reagierten.

Es war nicht so, dass mir das ständig wiederfuhr. Doch gab es in mir eine Art Zurückhaltung und ein Misstrauen Frauen gegenüber. Ich fürchtete mich vor ihrem Neid. Diese Angst war irgendwie in mir angelegt.

Meine innere Führung brachte mich schließlich dazu, mich bewusst diesem Thema zu stellen, und nicht mehr davon zu laufen.

Nach einem Umzug wurde ich in unmittelbarer Nachbarschaft direkt damit konfrontiert. Damit gab es für mich kein Ausweichen mehr. Ich war plötzlich Auslöser für den Neid einer Frau geworden, die selbst ihren Wert nicht erkannt hatte. Egal was ich versuchte, um Frieden herzustellen, es gelang nicht auf Dauer. Immer wieder brach dieses Thema auf, und ließ mich in meinem Zuhause nicht mehr wohl fühlen.

Die ersten Wochen und Monate wehrte ich mich gegen diese schmerzliche Erfahrung.

Ich versuchte mich zu schützen, indem ich mich komplett zurückzog. Der Widerstand verstärkte natürlich mein Unwohlsein. Es gelang mir nicht wirklich, mein Herz für die Situation und die Gefühle in mir zu öffnen. Die Bedrohung war noch zu stark.

Dies änderte sich schlagartig, als ich den Impuls empfing, mit dem Thema Neid ganz tief nach innen zu gehen.

Nach nur wenigen Augenblicken der Stille und einem tiefen Hinspüren erkannte ich den Grund, weswegen ich mit Neid in so schmerzvoller Berührung gekommen war. Mir fiel ein, dass mir meine Mutter von früh an mit Neid begegnet war. Sie burschikos und männlich, ich eher sensibel und weiblich ausgerichtet. Meine Mutter erzählte mir mal, dass sie typisch weibliche Frauen, die Wert auf eine gepflegte Erscheinung legen, nicht ausstehen könne. Meine langen Haare waren ihr von Anfang an ein Dorn im Auge gewesen. Mir fielen viele Situationen und Äußerungen meiner Mutter ein, die zeigten, wie tief sie von Neid und Ablehnung mir gegenüber betroffen war.  Ich hatte dies in meinem Leben komplett ausgeblendet.

Dazu brauchte es erst diese verschärfte Situation in meinem Leben, in denen sich die Ereignisse zugespitzt hatten und es kein Entrinnen mehr davor gab. Neid betraf mich, Neid verletzte mich. Und so war es eine zeitlang zu meinem Thema geworden.

Nachdem ich die unverheilte Wunde für mich erkannt hatte, änderte sich alles in mir.

Ich brauchte mich plötzlich nicht mehr im Außen gegen etwas zu wehren, da ich nun wusste, dass mein Umfeld mir nur mein Inneres gespiegelt hatte.

Natürlich kannte ich diese Weisheit – innen wie außen – schon lange. Doch steckte ich selbst in diesem Thema fest. Ich war wie blind. Ich fühlte mich als Opfer, obwohl ich vom Verstand her wusste, dass alles im Leben auf Resonanz beruht. Doch mein Gefühl war anders gewesen.

Am Ende war ich glücklich und dankbar, dass alles so gekommen war.

Denn ich konnte durch diese Situation enorm wachsen.

Indem ich Ja zu dieser Erfahrung sagte, habe ich diese schmerzliche Wunde in mir geheilt. Die Heilung konnte erst geschehen, nachdem ich aufgehört hatte, mich dagegen zu wehren. Nachdem ich in mir gefühlt erkannt habe, dass es in mir Resonanz dafür gab.

Denn auch Gebete und Vergebungsrituale hatten nicht dazu beigetragen, dieses Thema in mir zu erlösen. Das lag daran, weil eine wichtige Erkenntnis gefehlt hatte. Nachdem ich die Information für die Ursache bekommen hatte, geschah das Loslassen wie von selbst.

Heute sehe ich diese Erfahrung als ein Geschenk an.

Meine Seele hat mir diese Umstände beschert, damit ich das Thema des Neides in mir erlöse. Das Thema, dass mich auch schon zuvor all die Jahre davor abgehalten hatte, in meine Kraft zu gehen und mich zu zeigen.

Ich bin sehr dankbar für alles, was ich durch die Situation lernen und erfahren durfte! Meine Dankbarkeit erstreckt sich sowohl auf meine Mutter als auch auf die Frau, die mich damit so rigoros konfrontiert hat.

Alles geschah im Einklang mit allem was ist. Das kann ich heute sehen. Als ich noch direkt in der Situation und damit identifiziert war, sah das für mich natürlich anders aus. 😉

Mir liegt dieses Thema sehr am Herzen. Ich glaube, dass es viele Menschen betrifft, die in sich spüren, dass sie gerne mit ihrem Herzensanliegen und ihrem Dienst nach außen gehen möchten, sich aber nicht trauen.

Ich habe erkannt, dass Neid und Konkurrenz tatsächlich nur eine Illusion sind.

Sie haben nur solange Macht über uns, solange wir uns mit der Angst vor ihr identifizieren und meinen, uns wehren zu müssen.

Es gibt kein von uns getrenntes Außen.

Alles ist nur ein Spiegel von uns selbst. Und somit dient uns auch alles, was uns begegnet, als eine Möglichkeit, uns selbst zu erkennen.

Wir brauchen den Spiegel im Außen nicht zu verändern. Wir müssen nicht an ihm rummeckern. Das wäre, als wenn wir versuchen, mit der Bürste in der Hand die Haare im Spiegel zu glätten.

Unsere äußeren Umstände ändern sich erst, wenn wir uns im Inneren verändern.

Und das ist weder als gut noch als schlecht zu bewerten. Wir haben jeden Tag, jeden Moment die Möglichkeit zu lernen und uns selbst zu erfahren. Wie lange ein Mensch braucht, um ein Thema in sich zu erkennen und der Heilung zu übergeben, spielt in Wirklichkeit keine Rolle. Wir sind hier für uns selbst. Um uns geht es, und um unsere Heilung.

Umso heiler wir sind, umso mehr können wir anderen ein Licht sein, dass inspiriert und alternative Sichtweisen und Wege aufzeigt.

Neid können wir natürlich auch so erfahren, dass wir selbst neidisch auf jemanden sind, und darunter leiden.

Dann ist es wichtig, zu erkennen, dass das, worauf wir neidisch sind häufig genau das ist, was wir in uns entwickeln wollen und noch unterdrücken. Wir glauben, nicht wert genug zu sein, und projizieren unseren unterdrückten Wert auf andere. Der oder die andere Person scheint dann genau das zu haben, was wir so schmerzlich im Leben vermissen und wonach wir uns sehnen.

Alles, was wir an anderen bewundern oder beneiden ist Teil unseres eigenen Potentials, dass nur darauf wartet, von uns entfaltet zu werden.

So können wir das Gefühl unseres eigenen Neides als einen wertvollen Hinweis verstehen, was in uns jetzt entwickelt werden will, und was wir als Schatz in uns tragen.

Neid als „schlecht“ anzusehen, hält uns in der Illusion der Trennung von uns selbst und von unserer Macht.

Wenn wir beginnen, jegliche Situationen im Leben einschließlich unserer Gefühle als Wegweiser zu sehen, verlieren sie ihre Bedrohlichkeit. Das Leben ist immer für uns!

Es gibt keine Gegner und keine Konkurrenz.

Sie erscheinen in unserem Leben, solange wir noch damit auf einer Ebene in Resonanz sind. Sobald wir das Themenfeld dazu in uns aufgelöst haben, kann uns der Neid anderer oder Konkurrenz nicht mehr betreffen. Weil wir dann nicht mehr „betroffen“ sind.

Wir dürfen unseren Wert, unsere Gaben und unsere Schönheit teilen!

Die Welt wartet nur darauf, dass immer mehr Menschen ihr Talent mit anderen teilen.

Es war mir ein tiefes Anliegen meine Erfahrungen und meine persönliche Sicht zu diesem Thema mit euch zu teilen.

Jetzt bin ich neugierig von deinen Erlebnissen und Ansichten zu erfahren – schreib mir gern einen Kommentar dazu, wenn du magst.

In Verbundenheit

Astrid *Sternenseglerin

Jenseits von Gut und Böse – Aufhebung der Polarität Teil II

Die Absicht fallen und das Glück kommen lassen.

Bisher dachte ich immer es sei gut, eine Absicht zu haben und im Leben für etwas zu kämpfen. Wir können diesen Ansatz in vielen Büchern über Wunscherfüllung und das Gesetz der Anziehung nachlesen. Dort heißt es, unsere Absicht bringt das in unser Leben, was wir uns wünschen. Doch was geschieht wirklich, wenn wir etwas anstreben?

Ein Beispiel: Ich habe die Absicht, liebevoller mit mir selbst und meinen Mitmenschen zu sein. Wenn ich sage: „Ich möchte liebevoller sein“, was sage ich damit tatsächlich aus? Ist es nicht vielmehr die Aussage, ich sei jetzt in der Gegenwart „nicht liebevoll“? Wenn ich etwas sein oder haben möchte, also etwas anstrebe, ist es nicht so, dass ich dann im Moment davon ausgehe, dass ich es nicht bin oder habe? Wozu sollte ich sonst etwas anstreben?

Mir sind diese Gedanken dazu gekommen, als mir bewusst geworden ist, dass immer, wenn ich mir etwas sehr gewünscht habe, die Erfüllung lange auf sich hat warten lassen. Ich habe mir etwas gewünscht und mir vorgestellt, es sei schon da, doch die sogenannte Realität hat meinen Blick immer wieder auf den Mangel von dem gelenkt, was ich mir wünschte. Statt mich also erfüllt und glücklich zu fühlen, fühlte ich den Mangel daran. Und diesen Mangel wollte ich natürlich nicht fühlen. Also nahm ich an, ich müsste den Mangel bekämpfen, um die Fülle, die ich mir ersehnte, zu erlangen. Dies führte jedoch nicht zum gewünschten Resultat.

Mir wurde allmählich bewusst, dass das Anstreben und Bekämpfen einen negativen Fokus schafft, der genau das in mein Leben zieht, was ich mir nicht wünsche. Es erschafft einen Mangelzustand.

Wie komme ich nun von diesem Mangelbewusstsein in die Fülle?

Ich habe angefangen, damit aufzuhören, einen Zustand zu bekämpfen oder mir vorzunehmen, etwas erreichen zu wollen, das ich jetzt angeblich noch nicht habe. Das ist gar nicht so leicht, wie ich feststellen musste. Denn dieses Verhalten, etwas anzustreben oder zu bekämpfen scheint sehr tief in uns verankert zu sein. So begegnet mir diese Reaktion meines Verstandes immer wieder mal. Mein Umgang damit hat sich jedoch verändert.

Ein Beispiel aus meinem Leben, das gerade sehr aktuell ist: Seit vielen Jahren beabsichtige ich, Deutschland zu verlassen und ein Leben in Gemeinschaft in einer schönen Natur und warmen Umgebung zu führen. Dies stellte mein Ziel dar, und damit das, was ich angestrebt habe. Dabei habe ich eine Zeit lang erlebt, wie ich gegen das, was meine momentane Lebenssituation war, gekämpft habe. Dies konnte ich daran erkennen, dass ich mich unwohl und gestresst gefühlt habe. Ich war innerlich immer damit beschäftig, Lösungen und Auswege für mich zu finden. Und mit meiner Situation war ich alles andere als einverstanden. Inzwischen hasste ich das Leben in einer Stadt, die vielen Autos, die gestressten Menschen, den Beton. Ich vermisste immer mehr die Natur, und Menschen, die im Einklang mit sich und der Natur sind.

Alles, was ich mir an Plänen machte und mir ausdachte, um da heraus zu kommen, ging schief. Zeitweise war ich regelrecht verzweifelt darüber. Etwas in mir konnte einfach nicht loslassen. Das änderte sich vor ungefähr zwei Jahren. Einige Erfahrungen, die ich machte, zeigten mir, dass wirklich alles in meinem Leben, so wie es ist, gewollt und richtig für mich ist. Und dies auch dann, wenn sich etwas für mich schmerzhaft anfühlte. Hinterher stellte sich immer heraus, dass es mir einen Dienst erwiesen hat. Dabei ging es zumeist darum, weiter zu wachsen und mich in der Tiefe zu erkennen. Alle Erfahrungen helfen mir dabei.

Es gibt keine falschen oder schlechten Erfahrungen mehr für mich.

Stattdessen frage ich mich heute bei jeder Erfahrung: Wozu dient es mir? Was kann ich daraus lernen? Was ist das Geschenk in dieser Situation?

Nachdem ich eine Weile so mit meinen Erfahrungen umgegangen bin, stellte sich in mir ein tiefes Vertrauen ein: Das Vertrauen, dass mir alle Erfahrungen dienen, und das das, was meine momentane Lebenswirklichkeit ist, meine innere Realität spiegelt. Und diese innere Realität aus Annahmen und Glauben kann ich verändern. Damit habe ich die Macht, mein Leben auf eine Weise zu gestalten, die mir Freude und Erfüllung schenkt.

Ich hörte also innerlich auf, gegen meine Realität anzukämpfen. Ein Interview von Samarpan, dass ich mir im letzten Jahr bei dem Online-Kongress „Erwachen“ von Katharina und Thomas Nestelberger anhörte, bestärkte mich in meinem neuen Ansatz. Samarpan erzählte an einer Stelle des Interviews, wie er mit verschiedenen Situationen umgeht, und aus dem Bewerten heraus kommt. Bei jeder Erfahrung sage er innerlich: „This“. Das war alles. So einfach und so klar. Seitdem habe ich das „this!“ schon zig Male in meinem Leben angewandt. Und es wirkt ganz wunderbar!

Einfach: „This!“

Mein Leben hat sich dadurch unglaublich vereinfacht. Dieses „This!“ beinhaltet auch ein Schmunzeln, einen Humor für mich. Ich sage es innerlich mit einem Lächeln. 🙂

Auf wundersamer Weise befinde ich mich seitdem immer mehr wie „im Fluss“. Ich lebe immer noch in einer Stadt. Aber inzwischen in einer viel kleineren und gemütlicheren. Ich habe viele aufgeschlossene und herzliche Menschen kennen gelernt. Und fühle, ich bin nun auf dem Weg, an dem sich meine Träume wie von selbst erfüllen. Ich kämpfe nicht mehr gegen die sogenannte Realität. Ich akzeptiere sie. Und nicht nur das: Ich sehe die Schönheit hier am Ort, die Geschenke, die ich hier erhalte. Das wichtigste: Ich spüre die Freude, lebendig und frei zu sein, die Verbundenheit mit Gleichgesinnten und mit der Natur

Ich fühle, mein Traum ist schon wahr geworden in mir.

Jeden Tag lasse ich mich leiten, die Impulse umzusetzen, die von meinem Herzen kommen. Stück für Stück setzte ich all das um, was an Aufgaben an mich heran getragen wird. Obwohl ich beispielsweise noch gar nicht weiß, wann es losgeht und wohin genau, habe ich bereits jetzt ein Konto bei einer anderen Bank beantragt, damit ich im Ausland kostenfrei mein Geld abheben kann. Ich tue das, weil ich den Impuls dazu bekommen habe. Ich hinterfrage ihn nicht.

Natürlich gibt es in meinem Leben noch manchmal Tage, an denen ich Zweifel und Ängste spüre. Dann nehme ich wahr, dass meine Energie nicht so hoch ist. Häufig gab es im Außen ein Ereignis, dass eine Angst in mir ausgelöst hat. Eine Zeitlang produziert mein Verstand Widerstand gegen das, was ist, und dieser Widerstand nimmt mir Kraft. Sobald ich den Vorgang durchschaut habe, und ich fühlend beginne, den Widerstand in mir anzunehmen, löst er sich auch schon wieder auf.

Das Fühlen von dem was ist, ist unglaublich wichtig.

Fühlen, wie die Kinder es tun, wenn sie mit einer Situation konfrontiert sind, die ihnen Angst oder Schmerzen bereitet. Sie weinen, sie toben oder schreien. Und dann wenden sie sich wieder dem zu, was ihre Aufmerksamkeit und Neugier erregt. Sie hängen den Vorgängen nicht hinter her, wie es häufig wir Erwachsenen tun. Nachdem Kinder ihrem Ärger oder ihrem Schmerz Luft gemacht haben, und einen Raum von Verständnis und Anteilnahme beim Erwachsenen gefunden haben, ist ihr Ärger oder ihr Schmerz verpufft. Er löst sich komplett auf.

Anders als bei den meisten Erwachsenen. Wir sind viel mehr im Kopf, viel mehr mit unserem Verstand verbunden, als es unsere Kinder sind. Zumindest die, die noch nicht so sehr sozialisiert sind durch Schule und andere Einrichtungen. Wenn uns Erwachsene etwas ärgert, posaunen wir dies meist nicht nur laut heraus, wir wälzen es häufig auch noch Stunden- und Tage- oder Wochenlang in unserem Kopf herum. Wir fragen uns, warum uns das geschehen ist. Oder wie wir hätten anders reagieren können.

Der Punkt ist: Wir lassen nicht los!

Wir doktern ständig an einer Erfahrung oder an einem Menschen herum. Statt es einfach zu akzeptieren. Und damit loszulassen.

Von Kindern können wir massenhaft lernen.

Sie sind in diesem Punkt wie Meister für mich. Und nicht nur darin. Auch im Einnehmen völlig neuer Blickwinkel öffnen sie mir die Augen. Ich habe also aufgehört, aktiv nach Lösungen zu suchen, die ich jetzt noch nicht sehen kann. Stattdessen bin ich bewusst ins Vertrauen gegangen.

Ich weiß heute, dass ich nicht mehr zu kämpfen brauche.

Das heißt für mich nicht im Umkehrschluss, dass ich nicht mehr für etwas einstehe. Wenn der Impuls da ist, dann setze ich mich für eine Tätigkeit oder ein Projekt ein. Dann gebe ich alles. Dies ist aber etwas anderes als kämpfen. Beim Kämpfen bin ich gegen etwas eingestellt. Mein Engagement hingegen setzt sich für etwas ein, und das ist eine ganz andere Energie. Es macht mich glücklich, Impulsen, die durch mich kommen zu folgen, und ein Projekt zu verwirklichen, das durch mich verwirklicht werden will.

Meine Erfahrung ist: Das Leben geschieht, wenn ich es zulasse.

Alle Veränderungen, die ich in den letzten Jahren durchlaufen bin, sind dann eingetreten, wenn ich Platz gemacht habe, wenn ich aufgehört habe, zu kämpfen. Plötzlich entfalteten sich die Dinge wie von allein. Das, was ich hinzugebe sind Vertrauen und meine aktiven Schritte, wenn sie gefordert sind. Seitdem ist in mir spürbar mehr Frieden vorhanden. Ich fühle mich vom Universum unterstützt und geliebt. Menschen treten als „Erdenengel“ in mein Leben. In meinem Körper fühle ich eine tiefere Entspannung.

Nur wenn wir entspannt sind, können wir uns vom Fluss des Lebens tragen lassen.

Andernfalls begeben wir uns Stromaufwärts in den Widerstand. Das ist alles andere als entspannend. Der Fluss – das Leben – weiß, wo es für uns hingeht. Das ist auch der Grund, warum ich mich ihm immer leichter anvertrauen kann. Ich muss nicht alles mit meinem Verstand durchdrungen und verstanden haben. Wenn sich mir eine Tür schließt, weiß ich, dass sie nicht die richtige für mich ist. Dann wartet eine passendere und viel schönere Möglichkeit auf mich.

Mit einer Offenheit, wie ein Kind, dem Leben begegnen.

Wieder die Wunder in allem erkennen. Im Vertrauen zu uns selbst und dem Leben.

Das wünsche ich uns!

Sternengrüße
Eure Astrid *Sternenseglerin

Jenseits von Gut und Böse – Aufhebung der Polarität Teil I

Polarität. Eine Illusion? Das ist eine extreme Behauptung in einer Welt, die aus ihren gegensätzlichen Polen zu bestehen scheint. Ich möchte hier jedoch aufzeigen, dass alle Pole in Wirklichkeit nur in unserem Verstand existieren. Wir haben von früh an gelernt, unsere Welt in gut und schlecht, warm und kalt, hell und dunkel zu unterteilen. Jedes Ding, jede Situation und auch wir selbst unterliegen in dieser Welt einer Bewertung, und diese entspringt entweder der einen oder der anderen Seite eines Pols. Eine Seite scheint dabei immer „positiv“, die andere „negativ“ zu sein. Und da dies von Geburt an unser Erleben und dies der meisten Menschen ist, gehen wir davon aus, dass die Polarität eine Gesetzmäßigkeit ist, die nicht verändert werden kann.

Betrachten wir dies am Beispiel von Licht. Das Gegenstück zu Licht ist natürlich die Dunkelheit. Doch ist dies tatsächlich so? Was, wenn Dunkelheit gar nicht wirklich existiert, und nur der Ausdruck davon ist, dass wir bloß einen sehr geringen Grad an Licht wahrnehmen. Das hieße, dass Licht immer existiert, und wir sind es, die entscheiden, ob wir es wahrnehmen oder nicht.

Ein Mensch, der kaum noch Licht in sich und in seinem Umfeld wahrnimmt, wird zumeist als depressiv eingestuft. Seine Sichtweise entspricht der polaren Welt. Er sieht fast ausschließlich die dunkle Seite, den Mangel in seinem Leben. Dabei singen die Vögel immer noch in seinem Garten. Lieben ihn seine Kinder. Scheint die Sonne auch für ihn. Doch all das sieht er nicht mehr, spürt er nicht mehr. Dennoch ist in seinem Leben all das vorhanden. Das Licht in ihm erhält ihn am Leben. Er nimmt es nur nicht mehr wahr.

Ein anderes Beispiel: Armut zählt mit zu den am meisten gefürchteten Zuständen auf der Welt. Das, wonach sich viele sehnen, ist ihr Gegenstück – die Fülle/Reichtum. Wenn ich heute auf mein Konto schaue, und sehe, dass dort nur Miese zu verzeichnen sind, weil ich meinen Dispo überzogen habe, könnte ich daraus schlussfolgern, dass ich wohl arm sein muss. Möglicherweise habe ich auch kein Auto, weil ich mir keines leisten kann. Und in Urlaub bin ich vielleicht auch schon die letzten zehn Jahre nicht mehr gefahren. Daraus könnte ich nun wirklich schließen, dass Armut bei mir vorherrscht.

Doch was passiert, wenn ich meinen Blick, von dem was ich nicht habe, auf das richte, was ich habe?

Da fallen mir vielleicht meine Freunde ein, mit denen ich im liebevollen Kontakt bin. Die freundliche Frau beim Bäcker, die mir immer zulächelt, wenn ich dort mein Brot kaufe. Meine Katze, die mir mehrmals am Tag zu verstehen gibt, wie sehr sie mich liebt. Die Blumen in meinem Garten, deren zarter Duft und leuchtende Farben mein Herz erfreuen. Es gibt also Dinge, die ich habe. Es gibt zahlreiche Menschen, Situationen, Gegenstände, Pflanzen und andere Wesen in unserem Leben, die uns bereichern und uns unseren inneren Reichtum spiegeln.

Wir können anhand dieser Beispiele erkennen, dass die wahrgenommenen Pole von hell/dunkel, arm/reich, glücklich/unglücklich, gesund/krank, gut/schlecht oder warm/kalt lediglich ein Ausdruck von verschiedenen Intensitäten sind.

Krankheit ist damit nur die fehlende Wahrnehmung von Gesundheit. Wenn du einen Arm gebrochen hast oder eine Grippe dich dazu zwingt, im Bett zu liegen, bist du dann krank oder bist du einfach nur etwas weniger gesund? Der gebrochene Arm hindert dich zum Beispiel daran, dir dein Marmeladenbrot zu streichen. Laufen, lesen, lachen, sich unterhalten und spielen kannst du aber immer noch, wenn auch manches etwas eingeschränkt.

Bei der Grippe fühlst du dich körperlich unwohl, bist schlapp und hast womöglich Fieber. Dein üblicher Fokus darauf ist, dass du krank bist, und dass es dir schlecht geht. Und natürlich bist du in dem Zustand eingeschränkt. Du kannst deiner üblichen Arbeit nicht mehr nachgehen und bist gezwungen, dich auszuruhen. Aber deine Arme kannst du noch frei bewegen. Du kannst ein Lied hören oder dich einfach nur im Bett liegend entspannen. Du hast vielleicht zum ersten Mal die Möglichkeit, dich auf dich zu besinnen. Du hast eine Zeit geschenkt bekommen, in der du dich fragen kannst, was die Grippe in dir hervorgerufen hat, und was du von ihr lernen kannst. Mit dieser neuen Betrachtungsweise, die den Fokus darauf hat, was du hast, anstatt auf dem, was du nicht hast, definierst du dich nicht mehr als krank. Du bist weniger gesund. Gesundheit ist jedoch immer noch ein Teil von dir.

Ich habe für mich erkannt, dass alles in meinem Leben immer nur ein Ausdruck von etwas ist, dass existiert.

Diese Betrachtungsweise ist frei von einer polarisierenden Bewertung. Dabei empfinde ich immer noch etwas Schönes als schön, und genieße die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Doch wenn heute Wolken vor der Sonne am Himmel stehen, ist das nicht unbedingt schlecht. Wenn ich mich von dem Bewerten der Ereignisse in meinem Leben mehr und mehr frei mache, kann ich feststellen, dass das Leben mir Unmengen an Möglichkeiten bietet. So kann ein wolkenverhangener Morgen dazu führen, dass ich die anstehenden Aufgaben am Computer erledige, meinen Keller aufräume oder mit einer lieben Freundin telefoniere.

Es gibt in Wirklichkeit weder gut noch schlecht.

Dies existiert nur in meinem Kopf. Wenn ich die Wolken als schlecht bezeichne, dann erlebe ich diesen Tag womöglich unter diesem negativen Vorzeichen. Dann ist mein Fokus von Vorneherein auf negativ gepolt. Lass ich davon ab, das Wetter oder andere Umstände zu bewerten, bin ich frei mit dem in Kontakt zu sein, was ist. Dann kann ich den Impuls wahrnehmen, der jetzt für mich kommt, wenn ich offen bin. Es gibt einfach kein schlechtes Wetter. Ihr habt das Beispiel sicher schon mal gehört: Für einen Urlauber im Schwarzwald mag der Sonnenschein für seine Wanderung wunderbar sein. Doch für einen Bauer, der für seine Felder schon lange auf Regen wartet, ist die Sonne kein Grund zur Freude. Er hält statt dessen Ausschau nach Regenwolken, die seine Felder bewässern, und die Pflanzen wachsen lassen.

So ist das mit allen Erfahrungen in unserem Leben. Egal was geschieht. Alles enthält immer ein Geschenk für uns. Auch wenn wir dies nicht sofort erkennen mögen. Der Verlust eines geliebten Menschen oder der Verlust eines Arbeitsplatzes löst zunächst bei den meisten Menschen tiefen Schmerz und Angst aus. Und diese Gefühle dürfen auch sein, brauchen den Raum in uns, um die Ereignisse zu verarbeiten. Erst zu einem viel späteren Zeitpunkt können wir, wenn wir offen dafür sind, erkennen, was wir aus dieser Erfahrung gelernt haben, wofür uns das gedient hat.

Ich frage mich inzwischen bei allen Erfahrungen, die ich mache, was das Geschenk darin ist.

Nicht immer gelingt es mir sofort, das Geschenk zu sehen. Manche Dinge brauchen Zeit. Manchmal bin ich noch im Modus von einem Widerstand. Dann hat es das Geschenk schwer, sich für mich zu offenbaren. Dafür ist es notwendig, offen zu sein, und nicht mehr zu kämpfen. Ob wir offen oder verschlossen sind, hängt davon ob, ob wir zu einer Erfahrung Ja sagen oder uns ihr gegenüber verschließen. Der Kampf gegen das, was ist, den wir fast täglich führen, kostet uns viel Energie. Woraus der Kampf genau besteht und was wir dafür tun können, frei davon zu sein, berichte ich im zweiten Teil.

Ich wünsche Dir einen Tag voller Momente, in denen Du den Reichtum und die Fülle und Liebe des Lebens um Dich herum erkennst!

Herzlich,
Eure Astrid *Sternenseglerin

Zurück zum Wesentlichen – Abschied von Noa

Wohin will die Liebe fließen – jetzt? Was ist wirklich wichtig und wesentlich in diesem Moment?

Als mein Kater Noa am ersten Weihnachtstag verstarb, hat mich das zutiefst bewegt. Neben all dem Schmerz, habe ich zu tiefer Dankbarkeit und Wertschätzung gefunden. Er war gerade gestorben, ich legte ihn auf das Sofa und setzte mich ganz nah zu ihm. Zig Situationen tauchten auf einmal vor meinem inneren Auge auf, in denen ich einen Herzensimpuls, mich Noa zu widmen, auf später verschoben hatte, weil angeblich gerade anderes wichtiger war. Mir wurde schmerzlich bewusst, dass ich statt auf mein Herz zu hören, in vielen Fällen dem Verstand gefolgt war.

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Zeichen der Liebe

Ich habe in meinem Leben festgestellt, dass das ganze Universum belebt ist, das alles, was um mich herum existiert, von Leben erfüllt ist und auf mich reagiert. Haben wir eine Frage – die Antwort taucht auf. Möglicherweise nehmen wir sie nicht wahr, weil wir abgelenkt oder durch unsere Vorstellungen fixiert sind, und damit die Antwort nicht erkennen können.

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