Die herausfordernste Situation in meinem Leben – und wieder geht es um Vertrauen!

Vertrauen… vertrauen… und wieder vertrauen!!!

Ich stecke mitten in der herausfordernsten Situation, in der ich jemals gewesen war. In knapp drei Wochen muss die Wohnung leer geräumt, unsere Sachen verkauft, der Wohnwagen gefunden und mit allen wichtigen Details ausgestattet sein, so dass wir in unser neues Zuhause – der Wohnwagen -, einziehen können. Bei all dem habe ich nur die Einnahmen aus meinem Verkauf zur Verfügung, und da ist ein großer Teil schon für den Kauf des Autos weg gegangen.

Mir schwirrt jetzt manchmal der Kopf… vor zwei Nächten konnte ich vor lauter Spannungen überhaupt nicht schlafen. Von Vertrauen kaum eine Spur. Mein Kopf platzte fast, die Nerven und Muskeln im Kiefer schmerzten unerträglich. Ich wältzte mich hin und her, konnte keine Ruhe finden. Den ganzen Tag über hatte ich im Internet nach einem passenden und vor allem bezahlbaren – sprich um die 1000 Euro rum – Wohnwagen geguckt. Bei keinem kam wirklich der Impuls, dass es jetzt der richtige ist. Anders als beim Auto, das war recht schnell klar gewesen.

Mein Verstand regte sich über all das ziemlich auf. Das ging etwa so: „Wie soll das denn jetzt noch alles gehen? Bald müssen wir ausziehen, und die Sachen sind noch gar nicht alle verkauft. Das Geld reicht doch gar nicht… Ich finde keinen passenden Wagen so schnell. Und dann sind die ja auch so teuer. …“ Das drehte sich in meinem Kopf und führte dazu, dass sich auch körperlich immer mehr Spannungen aufbauten.

Immer wieder tauchen in meinem Leben Situationen auf, in denen ich mit alten Ängsten oder Sorgen konfrontiert bin. In der letzten Zeit habe ich festgestellt, dass sich das Vertrauen immer schneller wieder bildet, und die Ängste dahin schmelzen. Sobald ich durch das „Fegefeuer“ einer Angst durchgegangen bin, tun sich zumeist auch Wege und neue Türen auf.

So wird es wohl auch in dieser Situation sein, in der ich kurz vor dem Auszug stehe, ohne dass unser neues Zuhause – der Wohnwagen – in Aussicht steht. Nachdem ich zwei Tage mit dem Widerstand gegen die Situation und vor allem gegen mich gekämpft hatte, begann sich wieder etwas in mir zu entspannen. Die Situation ist nach wie vor wie sie ist. Nur ich empfinde sie anders heute.

Tief in mir fühle ich wieder Vertrauen. Dieses Vertrauen sagt mir, dass wenn jetzt kein Impuls da ist, jetzt auch noch nicht die Zeit reif ist. Und auch wenn die Zeit knapp ist… Ich kann auch nicht anders, als dem zu folgen, was ich fühle. Also jetzt irgendeinen Wohnwagen kaufen, natürlich ginge das. Aber es fühlt sich nicht richtig an. Vielleicht taucht der richtige Wohnwagen erst in einer Wocher oder sogar noch später auf. Wir wissen nicht, wann für etwas der richtige Moment gekommen ist. Aber wir können deutlich spüren, ob ein Impuls da ist oder nicht.

Ich hatte den Impuls jetzt die Suche nach einem Wagen zu starten. Und ja… erst dachte ich, es ginge darum, ich solle auch sofort einen finden und kaufen. Aber nein… Die Suche hat mir geholfen, mir über die Details des Wagens klarer zu werden. Und nun weiß ich recht genau, was ich will und was wir tatsächlich brauchen. Vorher war das Bild eines Wohnwagens noch recht schwammig und damit ungenau. Wie soll ich einen passenden Wagen finden, wenn meine Absicht nicht klar ist?

Also… loslassen und vertrauen! Wieder mal lande ich bei diesem Thema. Es taucht immer wieder auf.

Wenn Vertrauen da ist, ist auch eine Offenheit da. Ist ein Ja da zu dem was ist.

Nur mit einem Ja kann ich überhaupt Möglichkeiten erkennen, bin ich offen, zu empfangen.

Ich tanze weiter diesen Tanz des Vertrauens… und bin selbst gespannt, wie sich alles am Ende fügen wird.

Herzliche Grüße

Eure Astrid *Sternenseglerin

Zurück zum Wesentlichen – Abschied von Noa

Wohin will die Liebe fließen – jetzt? Was ist wirklich wichtig und wesentlich in diesem Moment?

Als mein Kater Noa am ersten Weihnachtstag verstarb, hat mich das zutiefst bewegt. Neben all dem Schmerz, habe ich zu tiefer Dankbarkeit und Wertschätzung gefunden. Er war gerade gestorben, ich legte ihn auf das Sofa und setzte mich ganz nah zu ihm. Zig Situationen tauchten auf einmal vor meinem inneren Auge auf, in denen ich einen Herzensimpuls, mich Noa zu widmen, auf später verschoben hatte, weil angeblich gerade anderes wichtiger war. Mir wurde schmerzlich bewusst, dass ich statt auf mein Herz zu hören, in vielen Fällen dem Verstand gefolgt war.

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Zeichen der Liebe

Ich habe in meinem Leben festgestellt, dass das ganze Universum belebt ist, das alles, was um mich herum existiert, von Leben erfüllt ist und auf mich reagiert. Haben wir eine Frage – die Antwort taucht auf. Möglicherweise nehmen wir sie nicht wahr, weil wir abgelenkt oder durch unsere Vorstellungen fixiert sind, und damit die Antwort nicht erkennen können.

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Worum es sich immer wieder dreht… die LIEBE!

Einer der Hauptbotschaften, die ich von meiner Inneren Stimme schon seit Jahren erhalte, ist die:

„Füge LIEBE hinzu – in jeder Situation kannst du LIEBE sehen. In jeder Situation ist eine Lektion von der LIEBE enthalten. Wenn du meinst, in einem Menschen oder einer Situation keine Liebe zu sehen, so hast du etwas Wesentliches nicht verstanden. LIEBE ist immer in allem vorhanden. Sie ist der Urgrund allen Seins.“

Das stimmt, so empfinde ich es auch, wenn ich in meiner Mitte bin. Jedoch habe ich bemerkt, dass das Gefühl der Liebe, die Verbundenheit, die wir empfinden, wenn wir uns für die Allgegenwärtigkeit der LIEBE öffnen, blockiert sein kann. Und so bilden wir uns ein, es sei keine LIEBE vorhanden. Nicht für uns selbst und nicht für andere. Wir sehen die Konflikte um uns herum, das Leid anderer Wesen, die Umweltverschmutzung, die Sorgen und Ängste. Alles erscheint uns dann sinnlos.

Bis wir uns wieder erinnern… Das, was wir im Außen wahrnehmen ist ein Spiegel für das, was in uns ist. Umso intensiver wir mit etwas im Außen konfrontiert sind, umso stärker sind wir eingeladen, unseren Blick nach innen zu richten. Dort finden wir den Boden für das, was wir um uns herum sehen. Kampf, Konflikte, Altlasten, Ängste… sie alle toben in uns, solange wir sie verdrängen und nicht wahrhaben wollen. Erst wenn wir uns erlauben, alles, was wir in uns vorfinden, liebevoll anzuschauen, und der Energie in uns erlauben zu sein, dann lösen sich diese alten Emotionen in uns allmählich auf. Umso geklärter wir in uns selbst sind, umso klarer erscheint uns unsere Umwelt. Dann sehen wir auch wieder die LIEBE, die in allem ist. Die wir zuallererst in uns selbst wahrnehmen können, wenn wir unsere Aufmerksamkeit nach innen richten.

Diese Erfahrung habe ich besonders in den letzten Tagen gemacht. Es gab einen Punkt, an dem ich mal wieder unzufrieden war mit der Situation und auch mit mir. Ich war müde, lustlos und dachte an die Liste von Aufgaben, die noch zu erledigen sind. Grad wollte ich mich schon dran setzen, die nächste Aufgabe anzugehen, da erinnerte ich mich, an diese Weisheit: Alles, was ich in meiner Welt vorfinde, befindet sich zuerst in mir! Ich hielt inne… und lauschte und fühlte… Allmählich entspannte ich mich. Ich kämpfte nicht mehr gegen die Müdigkeit. Sie durfte sein. Und auch die Liste mit den Aufgaben bedrohte mich nicht mehr. Da war auf einmal Raum in mir. Keine Eile mehr. Aller Druck fiel ab. Ich fühlte, dass sich mein Herz öffnete. Erst nur ein wenig, doch dann immer stärker konnte ich wieder die LIEBE fühlen. Ich erkannte den wahren Grund für meine Unzufriedenheit: Ich hatte mich selbst abgelehnt, und damit den Zugang zu der Liebe verschlossen. Nur war es mir nicht bewusst gewesen. Ich lehnte mich zurück und nahm die Energie in meinem Herzen wahr – warm und weit fühlte es sich dort an. Dann vernahm ich folgende Gedanken:

„Das allerwichtigste ist: LIEBE DICH SELBST – so wie du bist! Du selbst bist der Anfang aller Dinge. Was du in dir findest, bildet deine Welt, deine Erfahrungen. Darum ist es so wesentlich, die LIEBE bewusst in dein Leben einzuladen. Sie ist immer da. Doch hast du sie unter einem Berg von alten Glaubenssätzen und Ängsten „begraben“. Wenn du zu allem, was du wahrnimmst, sei es in dir oder außerhalb von dir, LIEBE hinzufügst, wirst du bemerken, dass sich die Dinge für dich leichter und freudvoller entwickeln. LIEBE ist nicht nur immer vorhanden, du bist in deiner Essenz diese LIEBE – sie ist dein wahrer Wesenskern.“

Das klang wundervoll für mich. Diese Botschaft war nicht neu. Doch neige ich dazu, wie auch viele andere, mit denen ich mich austausche, diese Wahrheit zu vergessen. Jedes Mal, wenn ich vergesse, was ich in Wirklichkeit bin, wenn ich unbewusst werde, befinde ich mich in angeblich leidvollen Erfahrungen wieder. Dann kämpft etwas in mir gegen das, was ist. Dann sehe ich im Außen „finstere Gestalten“, Dinge, die nicht im Lot, aus dem Gleichgewicht geraten sind: Der Verkäufer, der unfreundlich schaut. Die Nachbarin, die mal wieder viel zu laut am frühen Morgen auf der Straße schreit. Wenn ich in meiner Mitte bin, mit mir und meinem göttlichen Selbst verbunden, dann kann ich die gleichen Dinge in meiner Umwelt vorfinden, jedoch bewerte ich sie nicht mehr als negativ. Und der unfreundliche Verkäufer ist nicht mehr gegen mich. Es ist überhaupt nichts Persönliches mehr darin zu finden. Ich darf fröhlich und liebevoll sein, auch wenn mir ein anderer Mensch gegenüber mürrisch auftritt. Vielleicht ist er unzufrieden mit seiner Arbeit, oder hat Streit mit seiner Frau. Was auch immer dahinter steckt. Ich empfinde dann einfach nur noch Mitgefühl und Verständnis. Der andere darf so sein, wie er ist. Welche Erleichterung!

Worum es sich also immer wieder dreht, ist die LIEBE!! Sie ist das Wesen aller Dinge. Und sie befindet sich in uns. Oder anders ausgedrückt, wir können sie entdecken, wenn wir uns mit unserer Aufmerksamkeit nach innen richten. Sobald wir die LIEBE in uns wahrnehmen, werden wir sie überall erkennen können. Dann gibt es kein „Richtig“ und kein „Falsch“ mehr. Alles hat seinen Platz und seine ihm innewohnende Ordnung. Wir können nicht wissen, wo jemand auf seinem Weg steht. Doch eines ist gewiss: Jeder befindet sich auf dem für ihn stimmigen Platz. Wir lernen in jeder Situation. Wir gelangen immer dorthin, wo wir von unserem inneren Wesen her hin wollen. Mir hilft es sehr, mich immer wieder daran zu erinnern. Meine Innere Stimme hilft mir dabei. Ich brauche mich nur nach innen zu wenden, und zu lauschen. Die Antwort kommt augenblicklich, wenn ich offen dafür bin.

Ich wünsche dir, dass du die LIEBE in dir findest!

Und wenn du den Zugang zu ihr noch nicht hast, dann wünsche ich dir den Mut, dich damit anzunehmen, und dir gegeben falls Unterstützung bei diesem Schritt zu holen. Vielleicht bei einem guten Freund oder Coach, der dir hilft, all das in dir zu beseitigen, was der Wahrnehmung der LIEBE im Wege steht.

Alles Liebe Dir!

Astrid

Zeit zu leben

Wieviel Zeit bleibt uns zum Leben?

Wie oft hast du schon von anderen gehört, dass sie keine Zeit haben, um sich etwas Ruhe zu gönnen, das Leben zu feiern und zu genießen… Oder steckst du selbst im Hamsterrad von Arbeit und Pflichten fest?

Wenn ich den Moment feiere und so nehme, wie er sich mir hier und jetzt zeigt, dann kann es sein, dass mir der Hausputz großen Spaß bereitet, oder ich statt dessen lieber nach draußen in die Sonne gehe. Da gibt es keine Regeln mehr, die einzuhalten sind. Allein die Freude zählt, die immer dann auftritt, wenn ich meinem Herzen folge.

Zeit zum Leben scheint es immer weniger zu geben. Sich kurzfristig zu sehen oder sich zu verabreden ist inzwischen nicht mehr so leicht möglich, wie es vor einigen Jahren noch war. Zeit ist kostbar geworden, und für viele könnte der Tag gerne ein paar Stunden mehr haben. Aber würde dies etwas nützen? Ich glaube nicht…

Ein Beispiel aus meinem Umfeld demonstriert, wie alte Denk- und Verhaltensgewohnheiten dazu führen, dass wir angeblich zu wenig Zeit zum Leben haben: Ich möchte mich mit einer Freundin zusammen mit unseren Kindern am Wochenende verabreden. Wir hatten die Tage zuvor darüber gesprochen, und sie sagte, dass sie sich sehr darauf freut, mit uns eine schöne Zeit am See zu verbringen. Die Sonne lacht diese Tage vom Himmel und die warmen Temperaturen laden regelrecht dazu ein, nach draußen zu gehen und sich zu entspannen.
Am Samstagmorgen melde ich mich wie vereinbart bei ihr, und spreche auf die Mailbox, dass wir ab Mittag am See sind und uns freuen, wenn sie nach ihrer Arbeit im Studio noch mit ihren Kindern vorbeikommt. Ich genieße den Tag am See zusammen mit meiner Tochter. Wir laufen barfuß im Sand, fahren Seilbahn oder schaukeln, und zwischendurch liege ich einfach da, und tue rein gar nichts. Ich merke kaum wie die Zeit vergeht, als am späten Nachmittag meine Freundin anruft, und mit Bedauern und spürbarem Stress mitteilt, dass sie leider nicht mehr kommen können. Sie habe versucht, so schnell wie möglich noch alles zu erledigen, doch sei es inzwischen schon zu spät, da sie ihre kleinste Tochter demnächst schon zu wieder zu Bett bringen müsse. Auf meine Frage, was denn dazwischen gekommen sei, berichtet sie, dass ihr Mann leider nicht wie vereinbart die Hausarbeit, sprich Aufräumen und Wäsche waschen erledigt habe, während sie am Vormittag zur Arbeit war, so dass sie sich beim Nachhause kommen damit konfrontiert sah, dieses jetzt selbst erledigen zu müssen.

Ich habe diese Argumente schon von vielen gehört. Es spricht aus meiner Ansicht auch nichts dagegen, seine Aufgaben zu erledigen. Ich spreche hier deswegen von dem Thema „Lebenszeit“, weil ich den Eindruck gewonnen habe, dass das Funktionieren und Einhalten von Pflichten und Verhaltensregeln bei vielen das Wesentliche in unserer Gesellschaft geworden ist – also das, worauf überwiegend der Fokus liegt. Für mich ist es so, dass das Wesentliche das ist, was mir Freude macht. Und das kann auch mal Saubermachen sein, dann mache ich das mit total großer Lust und Freude. Ich mache z.B. Musik an, tanze durch die Wohnung und putze.

Bemerkenswert für mich ist die Tatsache, dass sich meine Freundin nicht eine Sekunde lang gefragt hat, ob sie diese Arbeit jetzt machen will. Viele kennen sicher den Spruch: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Eine Aussage, die besonders die Generation meiner Eltern und die ihrer Eltern geprägt hat. Doch auch jüngere Generationen sind davon noch massiv beeinflusst. Sie haben dieses Denkmodell einfach bei ihrer Erziehung übernommen. Wenn die eigenen Eltern vorleben, dass das Leben kein Vergnügen ist und das erledigen von Pflichten immer an erster Stelle steht, gehen wir als Kinder ebenfalls davon aus, dass das Leben so ist. Die Zeit scheint dann überwiegend mit Pflichten und Arbeiten voll zu sein, während freie Zeit und Vergnügen nur am Rand existieren. Allenfalls sind sie Motivator, um sich noch mehr anzustrengen, damit man endlich mal das Leben genießen kann, und sei es auch nur für ein paar Wochen Urlaub im Jahr.

Wenn wir genau hinschauen, können wir feststellen, dass wir gar nicht zu wenig Zeit haben, sondern einfach nicht gelernt haben, unsere Zeit mit dem zu verbringen, was uns Freude macht, und was das Leben in seiner Essenz für uns ausmacht. Dabei sind dies die herausragendsten Eigenschaften, wenn wir als Kinder auf die Welt kommen. Die Fähigkeit, sich für etwas zu begeistern und Dinge mit Liebe und Sorgfalt zu studieren, völlig im Tun aufzugehen, ist uns sozusagen in die Wiege gelegt. Wenn Kinder von ihren Eltern den Raum dazu bekommen, folgen sie in jedem Moment ihrer augenblicklichen Neugier, und vertiefen sich in das, was ihnen Lust bereitet. Sie kommen gar nicht auf die Idee, ihre Aktivität als anstrengende Arbeit oder Lernen zu verstehen. Es macht ihnen einfach Freude, ihren Impulsen zu folgen und sich und ihre Umwelt zu erforschen.

Wenn es uns gelingt, uns wieder mit dem Kind in uns zu verbinden, dass voller Neugier und Lebensfreude ist, zeigt sich uns die Welt auf einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel. Alles dient unserer Freude, will erforscht und erfahren werden. Und wir selbst sind in dieser Welt geborgen. Wenn wir so ganz in dem gegenwärtigen Moment präsent sind, fällt uns vielleicht auf, dass es für alle Tätigkeiten Zeitfenster gibt, in denen es angebracht ist, etwas zu tun. Saubermachen und Aufräumen kann auf diese Weise sehr viel Spaß machen. Dazu braucht es nur das Vertrauen in uns, dass es für alles einen richtigen Zeitpunkt gibt, und dass dieser Zeitpunkt garantiert kommt. Außerdem noch hilft die Haltung, dass weder wir selbst noch unser Umfeld perfekt sein muss. Sprich die Hausarbeit auch einmal liegen bleiben und zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden kann.

Das Thema hat für mich sehr viel mit Vertrauen zu tun – Vertrauen, das wir in uns selbst und zum Leben haben. Für mich spielt es inzwischen keine Rolle mehr, wann ich meinen Haushalt mache. Natürlich ist es schön, wenn alles sauber ist. Das liebe ich auch, ebenso wie Ordnung. Doch im Wesentlichen möchte ich glücklich sein, und zwar in jedem Moment. Und wenn jetzt die Sonne lacht und mich raus ruft, und ich habe Lust an den See zu fahren – dann mache ich das. Es kommt oft vor, dass ich mich verabreden möchte, und dann von dem anderen höre, dass sie ebenfalls große Lust haben zu kommen, aber… Und dann erscheinen Argumente, die häufig aus dem Verstand kommen, z.B. verinnerlichte Vorschriften und Regeln, die eingehalten werden müssen. Der typische Spruch, den vielleicht viele kennen: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ – und vorher können wir uns keinen Spaß gönnen. Genau wie unser Leben bei uns in der Gesellschaft verläuft, in dem wir viel Zeit für die Arbeit aufwenden und das Organisieren von allem, Haushalt und Kindern. Lediglich ein paar Wochen Urlaub im Jahr sin dafür da, in denen wir uns erholen und unserem Vergnügen nachgehen.

Ich bedaure das sehr, dass das bei vielen so ist. Und ich möchte dich dazu einladen, in verschiedenen Situationen mal nach innen zu gehen und dich zu fragen: „Was ist der wahre Impuls von meinem Herzen?“ So habe ich begonnen, das zu lernen. Und ich bin immer noch am Lernen, jeden Tag neu. Bereitet mir beispielweise der Gedanke, meinen Haushalt zu machen, Freude, dann weiß ich, diese Arbeit ist jetzt dran, auch wenn draußen die Sonne scheint. Aus irgendeinem Grund ist es dann gut, die Arbeit jetzt zu erledigen und Zuhause zu sein. Gelegentlich kommt es in solchen Fällen z.B. vor, dass der Postbote klingelt, und mir das Paket liefert, worauf ich schon lange gewartet habe. Dann freue ich mich darüber, daheim geblieben zu sein, und das Paket in Empfang nehmen zu können. Anschließend kann es sein, dass die Lust auf die Hausarbeit nachlässt, und etwas anderes ansteht. Oder aber die Energie für eine Reinigung ist einfach da – dann nutze ich das.

Ich habe das Vertrauen bekommen, dass die anstehenden Arbeiten erledigt werden und dass es immer Zeitfenster gibt, wo die richtige Energie dafür da ist, die Aufgaben zu erfüllen. Ich muss mich nicht anstrengen und alles planen, oder ein Plan, den ich mir einmal aufgeschrieben habe, einhalten. Das was ich jetzt lerne ist, aus dem Moment heraus zu leben. Hier und Jetzt. Und das hat sehr viel mit Vertrauen zu tun.

Diese Botschaft möchte dich dazu anregen, dich mit dem Thema – deine „Lebenszeit“ – näher zu befassen, und dich dazu einladen, deine Entscheidungen mit deinem Herzen zu überprüfen: Entspricht das, was du zu tun beabsichtigst deiner Freude und Lust, oder folgt es eher einer Norm, einer Regel, die du dir selbst auferlegt hast und an die du dich hältst?

Alles Liebe 
Astrid

 

Wandel in uns

Der Wandel unseres Bewusstseins findet in der heutigen Zeit sichtbar statt. Dies war schon immer so. Doch in dieser Zeit geschieht die Verwandlung spürbar und auch äußerlich sichtbar schneller. Viele von uns nehmen wahr, dass etwas in ihrem Leben nicht mehr funktioniert…

Es ist das Alte, Überholte, das uns an manchen Stellen jetzt zwickt und zwackt. Damit sagt es uns, dass es nicht mehr in unser neues Leben passt, es nicht mehr zu unserem neuen Ich gehört, und darum transformiert und losgelassen werden will. Dies kann unseren Arbeitsplatz betreffen, unsere Beziehungen, Familie, Wohnort etc.. Ganz sicher betrifft die Wandlung unsere Glaubenssätze und Konzepte, die wir schon von frühster Kindheit an von unseren Eltern und der Gesellschaft, in der wir leben, übernommen und, oftmals ohne sie zu hinterfragen, gelebt haben.

Wie kann ich herausfinden, was jetzt wirklich zu mir gehört, und was von mir in Liebe losgelassen werden will?

Zunächst ist es wichtig, mit unseren Sinnen nach innen zu spüren. Denn nur in unserem Inneren finden wir die Antworten, nach denen wir suchen. Das, was momentan unserer Wahrheit entspricht, macht uns frei, löst Energie und Freude aus. Das, was nicht (mehr) zu uns gehört, fühlt sich häufig eng und schwer an. Im Extremfall, wenn wir lange unsere innere Stimme und Weisheit ignorieren, werden wir krank, verlieren unseren Arbeitsplatz, erleben einen Unfall etc. Dies sind alles Hinweise darauf, dass wir etwas änderen wollen in unserem Leben – seien es unsere Ansichten und Konzepte, oder die Ausübung unseres Berufes etc..

Der Gradmesser, um herauszufinden, was das Neue, das was jetzt zu uns gehört, und was das Alte, das losgelassen werden will, ist, sind unsere Gefühle: Freude und das Gegenteil davon. Dazu gehört dann noch eine große Portion Vertrauen. Denn manchmal ist es notwendig, vieles Gewohnte im Leben loszulassen. Dies kann Angst auslösen. Und für manche ist es dann hilfreich, sich eine Zeit lang Unterstützung in Form von Therapie etc. zu holen. In jedem Fall lohnt es sich, den Weg des Herzens zu gehen. Auch wenn wir durch manche Täler unserer Ängste dabei wandern, kommen wir doch Schritt für Schritt unserem wahren Ich und der Freude und Fülle im Leben näher.

Dies wünsche ich uns allen von ganzen Herzen!