Die herausfordernste Situation in meinem Leben – und wieder geht es um Vertrauen!

Vertrauen… vertrauen… und wieder vertrauen!!!

Ich stecke mitten in der herausfordernsten Situation, in der ich jemals gewesen war. In knapp drei Wochen muss die Wohnung leer geräumt, unsere Sachen verkauft, der Wohnwagen gefunden und mit allen wichtigen Details ausgestattet sein, so dass wir in unser neues Zuhause – der Wohnwagen -, einziehen können. Bei all dem habe ich nur die Einnahmen aus meinem Verkauf zur Verfügung, und da ist ein großer Teil schon für den Kauf des Autos weg gegangen.

Mir schwirrt jetzt manchmal der Kopf… vor zwei Nächten konnte ich vor lauter Spannungen überhaupt nicht schlafen. Von Vertrauen kaum eine Spur. Mein Kopf platzte fast, die Nerven und Muskeln im Kiefer schmerzten unerträglich. Ich wältzte mich hin und her, konnte keine Ruhe finden. Den ganzen Tag über hatte ich im Internet nach einem passenden und vor allem bezahlbaren – sprich um die 1000 Euro rum – Wohnwagen geguckt. Bei keinem kam wirklich der Impuls, dass es jetzt der richtige ist. Anders als beim Auto, das war recht schnell klar gewesen.

Mein Verstand regte sich über all das ziemlich auf. Das ging etwa so: „Wie soll das denn jetzt noch alles gehen? Bald müssen wir ausziehen, und die Sachen sind noch gar nicht alle verkauft. Das Geld reicht doch gar nicht… Ich finde keinen passenden Wagen so schnell. Und dann sind die ja auch so teuer. …“ Das drehte sich in meinem Kopf und führte dazu, dass sich auch körperlich immer mehr Spannungen aufbauten.

Immer wieder tauchen in meinem Leben Situationen auf, in denen ich mit alten Ängsten oder Sorgen konfrontiert bin. In der letzten Zeit habe ich festgestellt, dass sich das Vertrauen immer schneller wieder bildet, und die Ängste dahin schmelzen. Sobald ich durch das „Fegefeuer“ einer Angst durchgegangen bin, tun sich zumeist auch Wege und neue Türen auf.

So wird es wohl auch in dieser Situation sein, in der ich kurz vor dem Auszug stehe, ohne dass unser neues Zuhause – der Wohnwagen – in Aussicht steht. Nachdem ich zwei Tage mit dem Widerstand gegen die Situation und vor allem gegen mich gekämpft hatte, begann sich wieder etwas in mir zu entspannen. Die Situation ist nach wie vor wie sie ist. Nur ich empfinde sie anders heute.

Tief in mir fühle ich wieder Vertrauen. Dieses Vertrauen sagt mir, dass wenn jetzt kein Impuls da ist, jetzt auch noch nicht die Zeit reif ist. Und auch wenn die Zeit knapp ist… Ich kann auch nicht anders, als dem zu folgen, was ich fühle. Also jetzt irgendeinen Wohnwagen kaufen, natürlich ginge das. Aber es fühlt sich nicht richtig an. Vielleicht taucht der richtige Wohnwagen erst in einer Wocher oder sogar noch später auf. Wir wissen nicht, wann für etwas der richtige Moment gekommen ist. Aber wir können deutlich spüren, ob ein Impuls da ist oder nicht.

Ich hatte den Impuls jetzt die Suche nach einem Wagen zu starten. Und ja… erst dachte ich, es ginge darum, ich solle auch sofort einen finden und kaufen. Aber nein… Die Suche hat mir geholfen, mir über die Details des Wagens klarer zu werden. Und nun weiß ich recht genau, was ich will und was wir tatsächlich brauchen. Vorher war das Bild eines Wohnwagens noch recht schwammig und damit ungenau. Wie soll ich einen passenden Wagen finden, wenn meine Absicht nicht klar ist?

Also… loslassen und vertrauen! Wieder mal lande ich bei diesem Thema. Es taucht immer wieder auf.

Wenn Vertrauen da ist, ist auch eine Offenheit da. Ist ein Ja da zu dem was ist.

Nur mit einem Ja kann ich überhaupt Möglichkeiten erkennen, bin ich offen, zu empfangen.

Ich tanze weiter diesen Tanz des Vertrauens… und bin selbst gespannt, wie sich alles am Ende fügen wird.

Herzliche Grüße

Eure Astrid *Sternenseglerin

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